Muss Homocystein gesenkt werden?

Erhöhtes Homocystein kann schaden
Homocystein ist eine Aminosäure, die in jedem Menschen vorkommt. Sie entsteht, wenn Methionin abgebaut wird. Dieses Stoffwechselprodukt ist sehr aggressiv und greift, wenn es in zu starker Konzentration im Blut vorkommt, die Gefäßwände an. Sie werden aufgeraut und neigen so dazu, schneller Blutgerinnsel zu bilden. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Auch wird über einen Zusammenhang mit altersbedingten Erkrankungen wie Demenz diskutiert.

Homocystein lässt sich leicht senken
Viele Studien beweisen, dass Homocystein-Senkung leicht, kostengünstig und praktisch ohne schädigende Nebenwirkungen möglich ist. Dazu ist eine Einnahme von Präparaten, welche Vitamin B6, B12 und Folsäure enthalten, erforderlich. Diese Stoffe sorgen für den Abbau von Homocystein in Blut. Inwieweit dadurch das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, sinkt, ist wissenschaftlich nicht sicher nachgewiesen. Man ist jedoch überzeugt, dass es eine leichte Senkung des Schlaganfall-Risikos bewirkt. Kommen jedoch zu einer Homocystein-Erhöhung noch weitere schädigende Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht hinzu, steigt das Risiko einer koronalen Herzerkrankung überproportional an.